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GKV: Diskriminierung älterer und kranker Versicherter

Benachteiligung älterer und kranker Personen bei der GKV

Leider muss man feststellen, dass in der GKV insbesondere alte und kranke Menschen oft benachteiligt und diskriminiert werden. Über die Diskriminierung älterer und kranker Versicherter berichtete vor Kurzem das Bundesversicherungsamt in seinem letzten Jahresbericht. Hiernach verletzten die gesetzlichen Krankenkassen häufig das Solidaritätsprinzip und das Diskriminierungsverbot.

Jeder hat Anspruch auf eine Krankenversicherung

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) in Deutschland beruht auf dem Solidaritätsprinzip. Das heißt, jedem Mitglied dieser Solidargemeinschaft wird Hilfe, Unterstützung und die entsprechenden Listungen gewährt. Das ist natürlich für die Kassen nicht immer Gewinn bringend. Aber es ist zum Glück für die Versicherten Gesetz. Während eine private Krankenversicherung eine Gesundheitsprüfung machen kann und Antragssteller gegebenenfalls auch ablehnen kann, muss eine gesetzliche Kasse grundsätzlich jeden aufnehmen, egal ob er schwer erkrankt oder chronisch krank ist. Diesen Solidargedanken versuchen viele gesetzliche Krankenkassen jedoch auszuhebeln, um diese relativ teueren und wirtschaftlich ungünstigen „Risiken“ von der Versichertengemeinschaft fernzuhalten. Dies betreffend wurden in der Vergangenheit einige Fälle aufgedeckt. Das Bundesversicherungsamt legte jedoch in seinem aktuellsten Bericht noch weitere Fehlberhalten offen.

Versicherte werden zur Kündigung gedrängt!


Um neue junge und gesunde Mitglieder zu bekommen, investieren die gesetzlichen Krankenkassen teils sehr viel Geld und Zeit. Ältere und kranke Personen, also Menschen mit hohem Kostenrisiko für die Krankenkasse, wird der Weg in die gesetzliche Krankenkasse dagegen gern versperrt. Um dies zu unterstreichen, fordern Kassen Prämien, die dem Vertrieb für Mitgliederwerbung gezahlt wird, sogar wieder zurück, wenn die neuen Mitglieder hohe Krankheitskosten bzw. höhere Kosten als erwartet verursachen. Für die Werbung älterer, kranker und finanziell schwachen Versicherten würde sogar keine Prämie für den Vertrieb anfallen. Die Krankenkassen missachten damit nicht nur das Solidaritätsprinzip sondern auch noch das Diskriminierungsverbot.

Doch damit nicht genug. Manche Krankenkasse legt noch einen drauf: So wurde bereits im vergangenen Jahr von der Kaufmännischen Krankenkasse ein Fall bekannt,der im Bericht des Bundesversicherungsamtes auch Erwähnung findet. Die Kaufmännische Krankenkasse hat demnach versucht, Versicherte, die zu hohe Kosten verursacht haben, loszuwerden. Laut dem Bericht der Aufsichtsbehörde hätten KKH-Mitarbeitern „in unzulässiger Art und Weise“  telefonisch Einfluss auf Versicherte genommen, „um diese zur Kündigung ihrer Mitgliedschaft zu bewegen“.

Gesundheitsminister kritisiert Krankenkassen

Der aktuell noch geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr kritisierte die „Rosinenpickerei“ einzelner Krankenkassen heftig. Die freie Wahl der Krankenkasse sowie die gesetzliche Krankenversicherung als solidarische Versicherung sei ein wichtiger Grundpfeiler im Gesundheitssystem. Bahr meinte jedoch auch, der Fall mit der KKH sei eher ein „Ausreißer“. Ganz anders scheint dies jedoch der Gesundheitsexperte Christoph Kranich zu sehen. Er ging sogar soweit zu behaupten, die Politik sei Schuld daran, weil sie die Krankenkassen in den Wettbewerb gezwungen hat.

Tipps zum Krankenkassenwechsel

Wer eine bessere gesetzliche Krankenversicherung sucht, kann sich auf folgender Seite bei PKV-Data informieren: Krankenkasse wechseln. Wir vergleichen für Sie die Leistungen und Angebote in den wichtigsten Leistungsbereichen der gesetzlichen Krankenkassen.

 

 

 

 

 

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