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PKV Nachteile

Nachteile Private Krankenversicherung

Welche Nachteile hat die private Krankenversicherung?

Für viele Angestellte, Selbstständige, Beamte und Studenten überwiegen zwar die PKV Vorteile  im Vergleich zu den Nachteilen der privaten Krankenversicherung. Aber wo es Licht gibt, gibt es bekanntlich auch Schatten. Ich möchte deshalb in diesem Artikel kurz auf die PKV Nachteile eingehen. Diese Aufstellung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sie beinhaltet die aus meiner Sicht wichtigsten Nachteile, die man kennen sollte:

PKV-Nachteile: Nr. 1 – Eingeschränkte Rückkehrmöglichkeit in die GKV

Wer in die PKV wechseln möchte, muss sich in folgendem Punkt über die Tragweite seiner Entscheidung im Klaren sein und wissen: Es gibt nur eine eingeschränkte Rückkehrmöglichkeit in die GKV. Für gut verdienende und versorgte Angestellte und Beamte mag das nicht das große Problem darstellen. Die Personengruppe, die es am schwersten hat, in die GKV zurückzukehren, wenn es darauf ankommt, sind die Selbstständigen. Ihnen, besonders Kleinunternehmern oder Existenzgründern, können die PKV-Beiträge bei schlechter Geschäftslage schnell  zur Last werden. Ab dem 55. Lebensjahr ist sowohl für Selbstständige als auch für Angestellte eine Rückkehr in die GKV seitens des Gesetzgebers nicht mehr vorgesehen. Wer also zurück will, muss rechtzeitig davor die Weichen in die richtige Richtung stellen. Eine Möglichkeit für Selbstständige besteht darin, die gewerbliche Tätigkeit aufzugeben und in eine versicherungspflichtige Tätigkeit zu wechseln.

PKV-Nachteile: Nr. 2 – Risikozuschläge, Leistungsausschlüsse oder Ablehnung

Versicherte mit Vorerkrankungen können oft nur zu erschwerten Bedingungen in die PKV wechseln und zahlen dann in der Regel auf Dauer einen höheren Beitrag als Gesunde. Im schlimmsten Fall wird ein Antrag auf eine private Krankenversicherung aufgrund der gesundheitlichen Situation sogar abgelehnt. Die Versicherer können allerdings während der Vertragslaufzeit für nachträglich auftretende Erkrankungen keine Zuschläge oder Ausschlüsse mehr fordern, es sei denn, der Versicherte möchte in einen höherwertigen PKV-Tarif wechseln. In diesem Fall ist meistens eine erneute Gesundheitsprüfung erforderlich. Im Bereich der Gesundheitsfragen verbirgt sich noch ein weiteres Risiko und damit ein weiterer Nachteil. Gemeint ist das Risiko, die Gesundheitsfragen nicht korrekt oder ausführlich genug zu beantworten, und sich damit dem Risiko auszusetzen, das der Versicherer den Vertrag später im Leistungsfall kündigt. Die Gesundheitsfragen sollten deshalb ausführlich und korrekt beantwortet werden.

PKV-Nachteil Nr. 3 – Individueller Beitrag pro Person

Jedes Familienmitglied zahlt in der PKV einen eigenen Monatsbeitrag, der abhängig vom Eintrittsalter und dem Gesundheitszustand ist. Eine „Familienversicherung“,  wie es sie in der GKV gibt, kennt die PKV nicht. Dadurch kann der Monatsbeitrag für die ganze Familie im Einzelfall auch einmal deutlich über dem Höchstbeitrag der GKV liegen. Dennoch kann sich eine PKV auch für eine 4-köpfige Familie lohnen, denn der Zeitraum, in dem alle 4 Personen mitversichert sind, ist in der Regel begrenzt. Spätestens beim Eintritt in das Berufsleben haben die Kinder ihre eigene Krankenversicherung und der Monatsbeitrag der privaten Krankenversicherung reduziert sich dementsprechend.  Beim Wechsel in die PKV sollte man deshalb auch die eigene Familien- und Lebensplanung berücksichtigen.

PKV-Nachteil Nr. 4 – Wechsel zu anderen PKV-Unternehmen ist nur eingeschränkt möglich

Will ein Privatversicherter sein PKV-Unternehmen wechseln, kann dieses Vorhaben an folgenden Punkten scheitern: 1. Ein schlechter Gesundheitszustand (siehe auch Nachteil 2).  2. Ein zu hohes Alter (das Höchsteintrittsalter beim anderen PKV-Unternehmen ist überschritten). 3. Der teilweise Verlust der Alterungsrückstellungen (Alterungsrückstellungen können nur zum Teil mitgenommen werden). Schon deshalb sollte man versuchen, von Anfang an die 3 größten Fehler beim PKV-Einstieg zu vermeiden!

PKV-Nachteil Nr. 5 – Die Beitragsentwicklung ist unabhängig vom Einkommen

Im Gegensatz zur GKV hängen die PKV-Beiträge nicht vom Einkommen ab (siehe auch Nachteil 3). Das hat zur Folge, dass der PKV-Beitrag für eine versicherte Person im Laufe der Zeit in aller Regel ansteigt, während die Beiträge in der GKV bei sinkendem Einkommen durchaus auch fallen können. Dessen muss man sich bewusst sein. Als Privatversicherter hat man zwar auch in puncto Beitragshöhe gewisse Handlungsspielräume, die aber begrenzt sind. Beispielsweise kann man dann, wenn die Beitragslast zu hoch ist, eventuell in eine Tarifvariante mit höherer Selbstbeteiligung wechseln. Oder man kann in einen Tarif mit geringeren Leistungen wechseln. Doch Vorsicht: Erstens ist das zuvor Genannte nur im Rahmen des Tarifwerkes des eigenen PKV-Unternehmens möglich, es sei denn, man möchte (und kann) das Unternehmen wechseln. Und zweitens ist eine Rückkehr zum bisherigen Tarif später meistens wieder von einer erneuten Gesundheitsprüfung abhängig und damit eventuell nicht mehr möglich oder aber wirtschaftlich gesehen nicht mehr sinnvoll. Von einem übereilten Wechsel in schlechtere Tarifvarianten ist daher wegen dieser Nachteile abzuraten.

6. PKV-Nachteil – mehr Verwaltungsaufwand und Vorleistung

Wer privat versichert ist, hat deutlich mehr Verwaltungsaufwand als der GKV-Versicherte. Im Gegenzug dafür hat der Privatversicherte allerdings auch mehr Kontrolle. Außerdem muss der Privatversicherte in der Regel in Vorleistung gehen. Beispiel Medikamente: In der Apotheke müssen Privatversicherte ihre Medikamente zunächst in voller Höhe bezahlen, den Rechnungsbetrag also vorstrecken. Gleiches gilt für Arztrechnungen. Privatversicherte treten also grundsätzlich in Vorleistung und rechnen anschließend mit ihrer privaten Krankenversicherung ab. Aus dem Nachteil kann aber auch ein Vorteil werden: Wer am Ende des maßgeblichen Abrechnungszeitraumes (Versicherungsjahr oder Kalenderjahr) unter der vertraglich vereinbarten Selbstbeteiligung (z.B. 600 EUR) bleibt, braucht die Originalrechnungen gar nicht erst zur Erstattung einzureichen. Dafür gibt es bei vielen PKV-Unternehmen zusätzlich eine „Belohnung“ in Form einer Beitragsrückerstattung. Doch Vorsicht: Nicht alle PKV-Unternehmen bieten diese Möglichkeit. Und eines ist auch klar: Die Beitragsrückerstattung sollte unabhängig davon nicht das Hauptkriterium für die Gesellschafts- oder Tarifauswahl sein. Bei einem stationärem Aufenthalt entfällt übrigens in der Regel die Vorleistung und die Krankenhäuser rechnen direkt mit der PKV ab. Dies sollte immer unmittelbar bei der Aufnahme im Krankenhaus geregelt werden. Meistens genügt dazu die Vorlage der Versichertenkarte der PKV.

7. PKV-Nachteil – Auslandsschutz oft eingeschränkt vorhanden

Viele PKV-Tarife haben einen guten Auslandsschutz bereits an Bord. Das ist eigentlich ein Vorteil, jedenfalls da, wo das der Fall ist. Da es jedoch zwischen den Gesellschaften und sogar zwischen den einzelnen Tarifen einer Gesellschaft erhebliche Unterschieden geben kann, ist es ratsam, vor jedem Auslandsaufenthalt genau zu prüfen, ob ein ausreichender Versicherungsschutz besteht. Manchmal ist trotz allem der Abschluss einer zusätzlichen Auslandsreisekrankenversicherung erforderlich.

 

Weitere PKV-Nachteile / Erfahrungen

Das waren die aus meiner Sicht gravierensten Nachteile der PKV. Deshalb muss die PKV jedoch nicht für jeden, der dorthin wechseln kann, schlecht sein. Sollten Ihnen an dieser Stelle noch weitere PKV-Nachteile einfallen, die hier Erwähnung finden sollten, oder falls Sie gute oder schlechte Erfahrungen mit der PKV hier bekannt machen möchten, dann freue ich mich über Ihren Kommentar unten auf dieser Seite.  Wenn Sie zu den Lesern gehören, die gerade über einen Wechsel in die PKV nachdenken, empfehle ich Ihnen außerdem die Seite über die Fehlervermeidung beim Einstieg in die PKV.

 

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