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Rückkehr in die GKV

Wie kann man von der PKV zurück in die GKV

Die Politik hat – zum Leidwesen vieler Privatversicherter – mit einer Vielzahl von Einschränkungen versucht, den Wechsel zurück in das gesetzliche Gesundheitssystem (GKV) zu erschweren. Die Rückkehr in die GKV ist für PKV-Versicherte dadurch zwar nicht ganz unmöglich, hängt aber von verschiedenen Faktoren ab. Neben der Lebensaltersgrenze von 55 Jahren, die in diesem Zusammenhang für alle eine wichtige Rolle spielt und i.d.R. eine unüberwindliche Hürde darstellt, müssen auch der Berufsstatus und das Einkommen sowie die individuellen Lebensumstände berücksichtigt werden.

Doch es gibt sie, die Wege zurück ins gesetzliche Gesundheitssystem. Sie sind aber – je nach beruflicher Situation – ganz unterschiedlich. Genauer betrachten wir uns in diesem Beitrag die möglichen Wege zurück für Angestellte, Selbstständige, bisher privat versicherte Studenten und Arbeitslose.

Wie können privatversicherte Angestellte wieder zurück in die GKV?

Bei Angestellten muss für eine Rückkehr in die GKV grundsätzlich folgende Bedingung erfüllt sein: Das maßgebliche Bruttoeinkommen muss für mindestens 1 Jahr unter die sogenannte Versicherungspflichtgrenze absinken. Diese Grenze liegt im Jahr 2013 bei 52.200 EUR. Hierzu ein Praxisbeispiel: Ein Angestellter, der bisher über der Versicherungspflichtgrenze verdient (z.B. 60.000 EUR), ändert seinen Arbeitsvertrag dahingehend ab, dass sein Gehalt sinkt und arbeitet künftig nur noch Teilzeit. Bei 75% der bisherigen Arbeitszeit verdient er künftig nur noch 45.000 EUR, also unter der Versicherungspflichtgrenze. Damit wird er im Normalfall automatisch versicherungspflichtig. Aber: Für Angestellte, die sich in der Vergangenheit von der Versicherungspflicht befreien haben lassen, ist dieser Weg versperrt. Die Rückkehr ist auch dann nicht möglich, wenn die Alter 55-Regelung (siehe unten) greift.

Wie können Selbstständige in die GKV zurückkehren?

Vielen Selbstständigen mit geringen Gewinnen oder gar Verlusten ist die früher einmal günstig abgeschlossene PKV eine Last, besonders dann, wenn der Beitrag höher liegt als in der GKV. Selbstständige haben in dieser Situation dann oft nur die Möglichkeit, die Beiträge zur PKV entweder zähneknirschend weiterzuzahlen, gegebenenfalls den Tarif oder Anbieter zu wechseln oder aber ihre Selbstständigkeit aufzugeben und ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis mit einem Bruttoeinkommen unter der Versicherungspflichtgrenze einzugehen. Sie wären dann als Arbeitnehmer wieder in der GKV versicherungspflichtig. Verheiratete Selbstständige haben darüber hinaus noch die Möglichkeit, über die Familienversicherung des Ehegatten in die gesetzliche Krankenkasse zurückzukehren. Dazu müssen sie ebenfalls ihre Selbstständigkeit aufgeben und dürfen danach kein eigenes Einkommen mehr erzielen. Auf diesem Weg kann der ehemals Selbstständige in der Familienversicherung des Ehegatten mitversichert werden und ist damit sozusagen „kostenlos“ krankenversichert. Schwierig wird es für Selbstständige dann, wenn sie keine passende Anstellung finden können oder wenn die Familienversicherung nicht möglich ist.

Wie kommen bisher privat versicherte Studenten zurück in die GKV?

Bei vielen Berufsanfängern mit akademischer Ausbildung liegt das Gehalt von Anfang an erfreulicherweise über der Versicherungspflichtgrenze. Diese Personengruppe darf dann aber i.d.R. trotzdem sofort in die GKV wechseln. Auf diesem Weg gelangen Studenten, die im Studium eine private Krankenversicherung besessen hatten, wieder zurück in die gesetzliche Krankenkasse. Durch den frühen Eintritt in die PKV (niedriges Eintrittsalter, dadurch i.d.R. optimaler Gesundheitszustand, langfristiger Aufbau von Altersrückstellungen für Beitragsabsenkungen im Alter,…) ist der Wechsel in die PKV für Studenten, die anschließend  in der PKV bleiben wollen, langfristig gesehen oft sehr interessant.

Kommen Arbeitslose wieder in die GKV zurück?

Wer als privat versicherter Angestellter arbeitslos wird und ALG I bezieht, für den ist eine Rückkehr in die GKV auf Antrag möglich, aber nicht zwingend. Über 55 Jahre hingegen sind sie i.d.R. versicherungsfrei und können nicht in die GKV zurück. Bezieht ein bisher privat Arbeitsloser zu Beginn seiner Arbeitslosigkeit sofort Hartz IV-Leistungen (ALG II), muss er ebenfalls in der PKV bleiben und bleibt versicherungsfrei.

Können über 55-Jährige wieder zurück in die GKV?

In $6 SGB V. ist geregelt, dass Personen, die über 55 Jahre alt sind und in den letzten 5 Jahren nicht gesetzlich versichert waren, versicherungsfrei sind. Grundsätzlich haben privatversicherte Angestellte und Selbstständige über 55 demnach keine Möglichkeit mehr, in die GKV zurückzukehren. Bei unseren Recherchen haben wir eine Internetseite entdeckt, die darauf hinweist, dass es  unter sehr speziellen Voraussetzungen doch noch eine kleine Chance auf einen Wechsel in die GKV gäbe. Diese Informationen seien jedoch im Gesetzestext gut versteckt, um eine Rückkehr älterer Personen zu verhindern oder möglichst schwer zu machen. Ich habe dieses Angebot nicht näher geprüft. Betroffene können sich aber gerne selbst auf dieser Seite http://www.pkv-selbstvergleich.de/Wechselrecht/Rueckkehr.htm einen Eindruck machen und ggf. weitere Informationen einholen, die allerdings kostenpflichtig aber erschwinglich sind.

Die Informationen in diesem Beitrag wurden mit Sorgfalt recherchiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit können wir jedoch nicht übernehmen.

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