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Private Krankenversicherung Beitragsbemessungsgrenze 2014

Private Krankenversicherung Beitragsbemessungsgrenze 2014

Die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung liegt aktuell (Stand 1/2014) bei 48.600 Euro jährlich und ist eine dynamische Einkommensgrenze im Sozialversicherungsrecht. Zusammen mit dem jeweiligen GKV-Beitragssatz deckelt sie den GKV-Beitrag, den ein gesetzlich Versicherter zu zahlen hat.

Wer als Angestellte/r jedoch in die private Krankenversicherung wechseln möchte, für den ist eine andere Einkommensgrenze entscheidend, nämlich die sogenannte Versicherungspflichtgrenze. Auch diese Grenze wird jedes Jahr im Verhältnis zur statistischen Einkommens Entwicklung des Vorjahres angepasst.

Versicherungspflichtgrenze 2014

Die Versicherungspflichtgrenze beträgt im Jahr 2014 (Stand Januar 2014) 53.550 Euro jährlich (also 4.462,50 Euro monatlich). Übrigens: Noch bis 2003 waren Beitragsbemessungsgrenze und Versicherungspflichtgrenze identisch. Durch die Anhebung der Versicherungspflichtgrenze wollte der Gesetzgeber danach Arbeitnehmern den Wechsel in die PKV erschweren, um die gesetzliche Krankenversicherung zu stärken. Dies ist nur in geringem Umfang gelungen und die PKV ist weiterhin ein wichtiger Grundanker im deutschen Gesundheitssystem geblieben.

Wechsel auch unterjährig möglich

Der Wechsel der Krankenkasse oder der Wechsel in die PKV ist nicht nur zum Jahreswechsel sondern auch unterjährig möglich. Grundsätzlich gilt bei einem Wechsel in die PKV: Je früher ein Wechsel vollzogen wird, umso günstiger ist langfristig gesehen der Beitrag. Beim Wechsel der gesetzlichen Krankenkasse hingegen profitiert man schneller von eventuell besseren Leistungen, weil es auch zwischen den gesetzlichen Krankenkassen die einen oder anderen Leistungsunterschiede gibt. Mehr dazu zeigen Ihnen unsere diversen Rechenmodule auf.

Berechnung des Krankenversicherungsbeitrages (gesetzlich & privat)

… inklusive einer Gegenüberstellung der Leistungen:

Wo zahle ich am wenigsten und welche Leistungen erhalte ich für mein Geld? Diese Frage stellen sich Arbeitnehmer, die über einen Krankenversicherungswechsel (ob innerhalb der GKV oder in die PKV) am dringlichsten. Die Berechnung des möglichen Krankenversicherungsbeitrages – z.B. bei einer anderen Kasse oder auch einer privaten Krankenversicherung – ist in der Regel ein Kinderspiel und bereits mit wenigen Angaben möglich.

Wir empfehlen dazu folgende Rechner:

Beide Rechner zeigen Ihnen nicht nur die Beiträge der jeweiligen Anbieter an sondern ermöglichen auch einen ausführlichen Leistungsvergleich auf Basis der aktuellen Tarife.

 

Beitragsanpassung PKV 2014

Beitragsanpassung PKV 2014: das Beste herausholen

Es hat sich schon herumgesprochen, dass viele privaten Krankenversicherungen ihre Beiträge zum Jahr 2014 für Bestandskunden drastisch angepasst haben. Die Gründe dafür können vielfältig sein. Ein Hauptgrund ist aber oft, dass Tarife „überaltert“ sind, das heißt, dass neue Kunden oft in neu kalkulierte, günstigere Tarife gelotst werden, während ältere Kunden oft in ihren alten Tarifen „allein“ gelassen werden. Aktiv wird kaum ein privater Krankenversicherer den Wechsel in einen „neuen“ Tarif von sich aus anbieten.

Beitragsanpassung PKV 2014: Was nun?

Nach einer – möglicherweise erneuten – hohen Beitragsanpassung sollte kein Privatversicherter in Panik geraten sondern die richtigen Schritte einleiten, um langfristig ein erschwingliches Beitragsniveau zu erzielen. Auf keinen Fall sollten Sie übereilt und ohne Rücksprache mit einem PKV-Spezialisten handeln, denn als Laie passieren Ihnen leicht Fehler, die nur schwer rückgängig zu machen sind. Wie aber geht man richtig vor, wenn einem der Schock der Beitragserhöhung(en) noch in den Gliedern sitzt?

PKV-Data.de empfiehlt:

Erst denken, dann handeln!

Als PKV-Kunde haben Sie bei einer Beitragsanpassung verschiedene Möglichkeiten, ihren Monatsbeitrag zur Krankenversicherung zu reduzieren.

Möglichkeit 1 ist ein „echter“ Tarifwechsel beim bisherigen Anbieter: Die Anbieter empfehlen oft eine Erhöhung der jährlichen Selbstbeteiligung. Doch Vorsicht! Im Prinzip bleiben Sie dadurch im selben Tarif, nur Ihre Selbstbeteiligung erhöht sich. Es ist dann quasi nur eine Frage der Zeit, bis der Beitrag sich wieder dem jetzigen Niveau annähert. Gleichzeitig steigen Ihre eigene Kosten, wenn Sie mal richtig krank sind. Vor allem für Angestellte ist eine höhere SB nur bedingt zu empfehlen, da der Arbeitgeber sich ja ca. zur Hälfte am PKV-Beitrag beteiligt. Besser ist in der Regel der Wechsel in einen gleichwertigen und relativ neuen Tarif bei Ihrer privaten Krankenversicherung, mit dem auch Neukunden des PKV-Unternehmens angeworben werden. Hiernach sollten Sie ausdrücklich fragen und auch nicht locker lassen, wenn Sie das Gefühl haben, von Ihrem Anbieter hingehalten zu werden. Ihr Vorteil jeweils: Die bei Ihrem Versicherungsunternehmen angesparte Alterungsrückstellung (auch Altersrückstellung genannt) nehmen Sie beim Wechsel in einen anderen Tarif oder in eine andere Tarifvariante voll mit. Das ist je nach Höhe der Alterungsrückstellung wichtig für später. Auf keinen Fall sollten Sie voreilig in den sogenannten Basistarif wechseln, der bestenfalls GKV-Niveau hat.

Möglichkeit 2 wäre zu prüfen, ob sich ein  Wechsel in eine andere private Krankenversicherung lohnen kann. Vor allem für PKV-Kunden, die noch relativ kurz in der PKV sind, kann sich ein Wechsel des Anbieters auszahlen. Demnach können Sie dann, wenn Sie nach dem 01.01.2009 in die PKV gewechselt haben, einen Teil Ihrer Alterungsrückstellungen zu einem neuen Anbieter übertragen lassen. Auch hier empfiehlt sich allerdings, nicht ohne Spezialistenberatung zu handeln sondern sich qualifiziert vom anbieterunabhängigen Fachmann fachlich begleiten und beraten zu lassen.

PKV Tarifwechsel: Was ist, wenn ich krank bin?

Krank beim Wechsel innerhalb der Gesellschaft: Wenn Sie in einen gleichwertigen Tarif innerhalb Ihrer Krankenversicherung wechseln möchten, sollte eine akute Erkrankung oder eine Vorerkrankung absolut kein Problem für einen Tarifwechsel darstellen.

Krank beim Anbieterwechsel: Anders sieht das beim Wechsel der privaten Krankenversicherung aus. Dabei kann  der aktuelle Gesundheitszustand und/oder Vorerkrankungen, die länger zurückliegen, eventuell ein Problem darstellen. Ob dem wirklich so ist, stellt sich meist erst bei einer konkreten Anfrage bei dem potentiellen neuen PKV-Anbieter heraus. Auch hier heißt es Ruhe zu bewahren und die Erfahrung eines Fachmanns in Anspruch zu nehmen. Gut zu wissen: Ein akuter Schnupfen wird höchstwahrscheinlich nicht zu einer Ablehnung bei einer anderen privaten Krankenversicherung führen.

Wie findet man eine gute neue private Krankenversicherung?

Einen ersten Versuch, einen passenden Tarif zu finden, können Sie hier über unseren PKV-Rechner starten. Geben Sie einfach Ihre Vorgaben ein und der Rechner zeigt Ihnen passende Tarife an, die Sie auch anfordern können.

Wünschen Sie gleich eine Expertenunterstützung, dann finden Sie auf der Seite zum Thema Unabhängige Beratung zur privaten Krankenversicherung zahlreiche Spezialisten in Ihrer Region und bundesweit, die Ihnen weiterhelfen können. Oder nutzen Sie einfach unser Kurzformular zur Anforderung eines PKV-Vergleiches mit Beratung.

 

 

 

Private Krankenversicherung wechseln: Tipps

Private Krankenversicherung wechseln – so geht´s richtig!

Das Jahresende ist in der privaten Krankenversicherung oft gleichbedeutend mit einem Tarif- oder Krankenversicherungswechsel. Privatversicherte, die die Krankenversicherung wechseln wollen, müssen rechtzeitig von ihrem Wechselrecht Gebrauch machen. Erhöht sich die Versicherungsprämie (Monatsbeitrag), können sie innerhalb von zwei Monaten ihren Tarif kündigen. Allerdings sollte kein privat Versicherter ohne eine fundierte Beratung handeln. 

Der Wechsel der privaten Krankenversicherung (Private Krankenversicherung Wechsel) wird von den meisten Versicherten an der aktuellen Beitragsanpassung ihres Versicherers festgemacht. Spätestens dann, wenn es sich dabei nicht um die erste höhere Beitragsanpassung handelt, hört bei vielen Privatversicherten der Spaß auf und sie sehen sich gern einmal nach einem günstigeren Anbieter um. Dabei ist es wichtig, die geltende Kündigungsfrist nicht zu verpassen.

Private Krankenversicherung wechseln: Innerhalb von 2 Monaten kündigen

Flattert die Beitragsanpassung ins Haus, haben PKV-Kunden 2 Monate Zeit, um ihre private Krankenversicherung zu wechseln. Geregelt ist dies im Versicherungsvertragsgesetz, wo es im Paragraph 205 zum Thema Private Krankenversicherung Wechsel heißt:

„Erhöht der Versicherer auf Grund einer Anpassungsklausel die Prämie […], kann der Versicherungsnehmer […] innerhalb von zwei Monaten nach Zugang der Änderungsmitteilung mit Wirkung für den Zeitpunkt kündigen, zu dem die Prämienerhöhung oder die Leistungsminderung wirksam werden soll.“

Der Zugang der Mitteilung über die Beitragserhöhung ist also entscheidend dafür, wann die Kündigungsfrist beginnt. Bis vor kurzem betrug diese Kündigungsfrist noch einen Monat. Der Gesetzgeber hat sie zugunsten der Versicherten vor kurzem auf zwei Monate erhöht.

PKV-Data Tipp:

Wer von einer Beitragsanpassung betroffen ist, sollte vor einem Wechsel und der damit verbundenen Kündigung seiner aktuellen PKV prüfen, ob eine Tarifwechsel innerhalb der Gesellschaft gemäß §204 VVG nicht vielleicht besser für ihn wäre. Jeder Kunde hat das Recht, bei seinem aktuellen Versicherer in einen günstigeren Tarif mit gleichartigem Versicherungsschutz zu wechseln.

 Kündigung wird nur mit einem neuen Vertrag wirksam

Mit der Kündigung bei der alten Gesellschaft muss man nicht befürchten, plötzlich ohne Versicherungsschutz dazustehen, z.B. falls es beim neuen Versicherer Probleme mit den Gesundheitsfragen gibt. Auch hier hat der Gesetzgeber vorgesorgt. Erst, wenn der Versicherungsnehmer innerhalb der Kündigungsfrist nachweisen kann, dass er bei einem anderen Anbieter tatsächlich einen Vertrag erhalten hat, wird die Kündigung auch wirksam.

PKV Wechsel: Unabhängige Beratung unerlässlich

Als Krankenversicherungslaie sollte man trotz Aufklärung durch Internet und sonstiger Medien zum Thema PKV  möglichst keinen Alleingang wagen und sich im Zusammenhang mit dem Wechsel der privaten Krankenversicherung unabhängig beraten lassen. Zusammen mit einem – unabhängigen – PKV-Spezialisten, der den nötigen Marktüberblick und die nötigen Fachkenntnisse hat, lassen sich schnell und zuverlässig sinnvolle Alternativen zur aktuellen Absicherung finden.

PKV-Data-Service:  Finden Sie jetzt einen PKV-Spezialisten, der Ihnen anbieterunabhängig individuelle Angebote machen kann.

 

 

 

 

 

 

 

Krankenkassen: Beitragssatz von bis 17% ab 2015

Steigt der Krankenkassen-Beitragssatz auf 17%?

In diesem Jahr gab es noch Geld und Leistungsprämien für die GKV-Kunden. Doch schon in den nächsten Jahren drohen allen gesetzlich Versicherten drastische Beitragserhöhungen.

Der gerade ausgehandelte Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD beinhaltet auch einige Reformen im Gesundheitssystem. Fachleute gehen jetzt davon aus, dass dadurch die GKV-Versicherten mit einer deutlichen Erhöhung der Krankenkassenbeiträge rechnen müssen. Der Gesundheitsökonom Günter Neubauer schätzt, dass der Beitragssatz im Jahr 2017 bei 16% liegen wird und viele Kassen bereits ab 2015 die Beiträge anheben müssen.

Etwas weiter geht der Kieler Gesundheitsökonom Thomas Drabinski. Nach Angaben der „Bild“-Zeitung rechnet er sogar mit einem Anstieg auf 17%. Ein Arbeitnehmer, der monatlich 3.000 Euro brutto verdient, würde dann 2017 monatlich bis zu 45 Euro mehr zahlen müssen. Wer noch mehr verdient, zahlt dann ebenfalls entsprechend noch mehr. „Der neue prozentuale Zusatzbeitrag wälzt die Kostensteigerungen vollständig und einseitig auf Lohn-, Gehalts- und Rentenempfänger ab“, betonte Dabrinski in seinem Statement.

Prämienzahlungen aus dem Finanzpolster

Im ersten Halbjahr 2013 erwirtschafteten die Krankenkassen noch einen Überschuss von 1,2 Milliarden Euro. Damit konnten sie sich spendabel zeigen und ihren Mitgliedern Prämien auszahlen oder einige zusätzliche Leistungen bieten. Die Techniker Krankenkasse (TK) beispielsweise zahlt für die Jahre 2013 und 2014 eine Prämie von bis zu 160 Euro aus. Krankenkassen, die keine Überschüsse in bar ausschütten, bieten zum Beispiel Kostenübernahmen für Zahnreinigungen oder Fitnesskuren an. Insgesamt haben die Krankenkassen ein Finanzpolster von 29 Milliarden Euro, auf das sie zurückgreifen können. Doch damit scheint es unter Umständen bald vorbei zu sein.

Besserverdiener liebäugeln mit der PKV

In der privaten Krankenversicherung sind dagegen die Leistungen zwischen Gesellschaft und Versicherungsnehmer von Anfang an klar vertraglich geregelt und variieren nicht ständig je nach Kassenlage. Eine private Krankenversicherung muss ihre vertraglich zugesicherten Leistungen gegenüber dem Kunden in vollem Umfang erfüllen. Bei kostenbewusstem Verhalten – wenn also keine oder nur wenig Leistungen anfallen – zahlen viele private Krankenversicherer ihren Kunden schon seit je her ebenfalls attraktive Prämien, die man in der PKV Beitragsrückerstattungen nennt. Im Gegensatz zu den eher geringen Rückerstattungen (Prämien) der Krankenkassen betragen diese je nach Anbieter oft bis zu 3 Monatsbeiträge oder mehr – bezogen auf die rückerstattungsberechtigten Tarife. Die private Krankenversicherung (Vergleich der besten Angebote nach Berufsgruppen siehe Sidebar rechts oben) wird bei steigenden Kassenbeiträgen für Besserverdiener, die sich privat versichern möchten, somit noch um einiges interessanter als bisher.